Meditieren am Strand

Achtsamkeit für den Notfall - Die "Tief Blicken" Technik

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Manchmal finden wir uns in Situationen wieder, mit denen wir nicht so gut umgehen können, weil unsere Emotionen einfach mit uns durchgehen. Meistens sind das Momente, in denen wir dann ganz anders reagieren, als wir es eigentlich wollen. Sei es im Privatleben mit dem Partner oder Freunden, mit Fremden in der Öffentlichkeit oder im Job mit Kollegen, Mitarbeitern oder Vorgesetzten. Hinterher bereuen wir diese unkontrollierten Impulse oft und wissen nicht, wie wir uns verhalten sollen. Diese Schuld belastet uns dann nachhaltig und raubt uns Energie. Wenn wir von diesen Situationen oder Momenten überfordert sind, kann diese einfache Technik schnell für innere Ruhe und Klarheit sorgen und damit wirkungsvoll Abhilfe schaffen. Mit innerer Ruhe treffen wir bessere Entscheidungen - für uns und unser Umfeld. Du kannst diese Technik immer dann anwenden, wenn du eine Verspannung deiner Gefühle und Emotionen spürst. Schon nach einer Minute wirst du die aufklärende und beruhigende Wirkung erleben können, dazu braucht es nur 5 Schritte, die einfach zu merken sind.




1. Achte auf deinen Atem


Drücke auf den imaginären "NOT-AUS" Knopf und konzentriere dich sofort auf deinen Atem Achte darauf, dass dein Bauch sich beim Einatmen maximal hebt und beim Ausatmen maximal senkt. Leg deine Hand auf deinen Bauch und verfolge dieses Heben und Senken mindestens 4 Mal. Atme tief durch die Nase ein und aus. Geh aus dem Raum oder außer Sichtweite, wenn du nicht möchtest, dass andere das mitbekommen. Tu einfach so, als müsstest du ins Bad. Wichtig ist: sofort auf den Atem konzentrieren. Du darfst das jetzt schon mal üben und den Unterschied spüren! Dann hast du genügend Luft für den ersten Schritt:


2. Benenne deine Emotionen

Eine emotionale Situation ähnelt einem Musik-Stück, das von einem Orchester mit unterschiedlichen Instrumenten gespielt wird. Dabei sind manche lauter, manche leiser, es hat einen Anfang und ein Ende und dazwischen eine ganz eigene Dynamik. Nimm dir die Liste der Grund-Emotionen und versuche, deine akute Situation in Form einer Komposition auszudrücken. Hier ein Beispiel aus dem Stück „Sascha spürt Eifersucht“:


„Ein anschwellender Wirbel von Wut (sehr laut), kreischender Zorn, eine Spur von Hass und Ablehnung, Verwirrung, gefolgt von Angst und Enttäuschung, weniger laute Selbstzweifel, am Ende eine immer leiser werdende Traurigkeit. Und Reue. Scham. Ende“


Aus diesen 8 Kategorien kannst du viele deiner Emotionen ableiten. Versuche, die Komposition so genau wie möglich zu gestalten.




3. Achte auf deinen Körper


Wie fühlt sich dein Körper an, wo fühlst du diese Situation gerade und wie? In welcher Körperregion kannst du gerade spüren, dass sich etwas verändert hat? Angelehnt an das obere Beispiel könnte das so aussehen:


„Ich spüre ein Rauschen in den Ohren, Luft anhalten und Schnaufen wechseln sich ab, ich habe geballte Fäuste, Hitzewallungen im Kopf, mein Hals ist zugeschnürt, ich spüre eine Anspannung im Bauch, Druck auf dem Magen, ich habe zittrige Hände, fühle mich orientierungslos, kann mich nicht konzentrieren und habe gesteigerten Bewegungsdrang.“



4. Formuliere einen passenden Satz


Es ist wichtig für die Auflösung der Situation, dass du eine klare Vorstellung davon hast, was genau dich in dieser Situation getriggert hat. Formuliere einen klaren Satz in der Form „Ich will, dass…“ oder „Ich will nicht, dass…“. Der Satz sollte möglichst aufrichtig und selbstreflektiert sein. Du kannst überprüfen ob er stimmig ist, indem du ihn laut aussprichst. Bei unserem Beispiel Eifersucht könnte das folgendermaßen klingen:


„Ich will etwas Besonderes sein für meine Freundin. Ich will der Einzige sein, der so nah an ihr dran ist.“ oder „Ich will nicht, dass mein Freund mit anderen Menschen vertrauter ist als mit mir.“


Sobald du deinen passenden Satz gefunden hast, sprich ihn laut aus! Du wirst unmittelbar eine Erleichterung spüren. Das laute Aussprechen gibt deinen Emotionen Raum und hilft dir dabei, sie zu verstehen und loszulassen. Für diese ersten 4 Schritte wirst du vermutlich nicht länger als eine Minute brauchen. Jetzt hast du die Ruhe und Besonnenheit für den letzten Schritt:




5. Umarme deine Gefühle

In der buddhistischen Psychologie bezeichnen wir die aufkommenden Emotionen als Samen, die sich öffnen. Diese Emotions-Samen lagern in deinem Speicherbewusstsein und gehen eigentlich nur auf, weil sie gegossen - also getriggert wurden. Ich stelle mir die Samen gerne als eine Art Charakter aus der Muppet-Show vor, die plötzlich aus dem Keller ins Wohnzimmer kommen und sich einfach mitten auf die Couch setzen. Da sitzt sie also wieder, meine Eifersucht, na servus! Wichtig ist an dieser Stelle, dass du verstehst, dass alle Emotionen zu dir gehören. Du bist nicht diese Emotion, aber sie wohnt bei dir im Keller und sie gehört zu dir. An manchen Tagen kommt sie hoch. Du kannst sie mit Achtsamkeit umarmen und liebevoll wieder zurück in den Keller schicken. „Mach’s gut, liebe Wut!“ So lernst du deine Gefühle und Emotionen besser kennen und je öfter du so in Kontakt mit ihnen kommst, desto besser kannst du mit ihnen umgehen. Dann hast du die Kraft, die Ursachen dafür zu finden und heilsam zu transformieren.


Ursachen finden und heilsam transformieren


Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit denen du auf die Suche nach der Ursache für deine aufkommenden Gefühle und Emotionen gehen kannst. Sowohl in Eigenregie mit (Hör-) Büchern und Videos, als auch mit Gruppen-Seminaren und Einzelgesprächen in einem persönlichen Karma Coaching mit mir. Für beide Wege möchte ich dir hier ein paar Beispiele aufzeigen. Wenn du sofort eine kostenfreies Erstgespräch dazu möchtest, vereinbare hier einen Termin der für dich passt: Terminvereinbarung kostenfreies Erstgespräch.




Versöhnung mit dem inneren Kind - Thich Nhat Hanh


Eines meiner Lieblingsbücher, wenn es um die Suche nach den Ursachen für unser Leid geht. Als Hörbuch mit der angenehmen Stimme von Herbert Schäfer auch eines meiner Lieblings-Hörbücher fürs Auto- oder Bahnfahren. Auch das gedruckte Buch ist toll, ich habe beide. Wenn du deinen Alltag und den gegenwärtigen Moment mit mehr Achtsamkeit erleben möchtest, gehört dieses Buch zur Pflichtlektüre. Je mehr dich die Sätze darin triggern, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du tief in dir noch Themen hast, die nicht bearbeitet sind und damit täglich Einfluss auf dein Leben nehmen. Für die Arbeit an deiner Persönlichkeit in einem wunderbar geschützten Rahmen empfehle ich dir ein Präsenz-Seminar der Zen Reihe im Kloster Buddhas Weg in Siedelsbrunn.



Zen Seminare im Kloster Buddhas Weg


Ein wichtiger Bestandteil der wirkungsvollen und nachhaltigen Persönlichkeitsentwicklung sind Seminare, bei denen du mit anderen Menschen üben kannst, denen es ähnlich geht wie dir. Menschen, die auf der Suche nach Antworten sind und ihre alten Themen endlich verstehen und nachhaltig auflösen wollen. Manche beginnen damit schon im Alter von 20 Jahren, einige erst später. Aus allen Alters- und Berufsgruppen finden sich Kommilitonen zusammen, die in einem geschützten Umfeld tief in ihr Leben blicken und ihr inneres Kind kennenlernen können. Ich selbst habe bereits einige dieser Seminare besucht und mit guten Ergebnissen weiterempfohlen. Die Zen-Reihe in Siedelsbrunn ist eine der besten Selbsterfahrungen, die man meines Erachtens im deutschsprachigen Raum derzeit machen kann. Hier geht es zu den Terminen der Zen Reihe. Das Kloster hat darüber hinaus ein umfassendes Gesundheitsprogramm zu bieten und neben TCM, Akupunktur, Massagen und Qi Gong gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterbildung.


Karmatraining und persönliche Weiterentwicklung


Wenn wir etwas Neues lernen und verstehen wollen, müssen wir bei uns selbst anfangen. Wir brauchen Energie, innere Ruhe und die nötige Freiheit, um neue Perspektiven überhaupt zulassen zu können. Wer immer alles auf die gleiche Weise angeht und nichts Neues ausprobieren möchte, der wird auch meistens die gleichen, alten Ergebnisse erzielen. Die Veränderung zum Positiven findet nicht in unserer Komfortzone statt. Um wirklich nachhaltige Ergebnisse erzielen zu können, müssen wir bereit sein, das übliche Prozedere auch mal zu verlassen. Ja, das erfordert ein wenig Mut und fühlt sich erst einmal seltsam und ungewohnt an. Das ist normal und am ehesten vergleichbar mit einer Bergtour, da passiert ohne Anstrengung und Schweiss eben auch nicht wirklich etwas. Wer an seinem Karma arbeiten möchte, benötigt ein gutes Verständnis seiner eigenen Person und das erlangst du nicht, in dem du nichts in diese Richtung unternimmst.



Ich will meine alten Themen angehen und weiß nicht wie


Auch das ist ganz natürlich. Ich unterstütze dich gerne dabei, einen guten Einstieg zu finden. Vereinbare eine kostenlose Beratung mit mir und wir sprechen darüber, welcher Weg am besten zu dir passen könnte. Wenn du dich vorher ein wenig selbst informieren möchtest, findest du in meinem Karmablog ein wenig Lektüre zu den wichtigsten Grundlagen.



Deine Welt kommt von dir, mach sie wundervoll!


Herzliche Grüße, dein









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